Kinder sind "leichte Opfer". Sie können sich nicht wehren. In Benin ist das nicht anders. Wo Armut eine Volkskrankheit ist, suchen Menschen mit allen Mitteln nach Auswegen aus ihrer Misere. Ein vermeintlicher Weg ist es, die eigenen Kinder wie "Ware" zu verkaufen oder als Arbeiter einzusetzen.
Mädchen werden beispielsweise in andere Familien verkauft, wo sie harte Arbeit leisten müssen und wie Sklaven behandelt werden. Häufig sind die "Gastfamilien" Verwandte. Onkel, Tanten, Cousinen.
Jungen sind nicht ganz so leichte Opfer, werden aber auch verkauft oder zu harter Arbeit eingesetzt. Wo nicht genügend Geld für das tägliche Überleben da ist, ist gar nicht dran zu denken, diese Kinder zur Schule zu schicken.
Zahlen gibt es nicht. Die Anzahl der Opfer ist unbekannt. Leider boomt der Kinderhandel immer noch und die Bevölkerung ist weit davon entfernt, das Problem als solches anzuerkennen.
Zusammen mit der Stiftung Terre des hommes setzen wir uns für die Rechte dieser Kinder ein. Wir betreiben Aufklärung unter der Bevölkerung und helfen, die Opfer des Kinderhandels in ihre Familien wieder einzugliedern.